
Wie das Fachportal Aftermarket Matters berichtet, hat die Ranger Division des US-Herstellers BendPak ihre kompletten Reifenmontiermaschinen und Auswuchtgeräte jetzt nach den nordamerikanischen UL- und CSA-Standards zertifizieren lassen – geprüft und bestätigt vom unabhängigen Prüflabor Intertek, das die elektrischen, pneumatischen und mechanischen Sicherheitsanforderungen genau unter die Lupe genommen hat.
Achtzehn Monate im Hintergrund geschraubt
Was nach einem simplen Aufkleber auf dem Typenschild klingt, war in Wahrheit ein Mammutprojekt: Über anderthalb Jahre lang hat BendPak etliche Bauteile im Inneren der Maschinen grundlegend überarbeitet, damit am Ende wirklich jeder Handgriff an der Maschine sicher ist. Dabei ging es genau um die Stellen, an denen im Werkstattalltag schon einmal etwas schiefgehen kann – Quetschstellen, bewegliche Teile, elektrische Leitungen, Drucksysteme und der Brandschutz wurden Stück für Stück auf den Prüfstand gestellt. Wo bestehende Konstruktionen den Vorgaben nicht standhielten, hat man Bauteile neu konstruiert, Leitungswege umverlegt und zusätzliche Schutzmaßnahmen eingezogen, bis jede einzelne Änderung die harten Tests bestand.
Für BendPak-Präsident Jeff Kritzer ist das Ergebnis nach eigenen Worten weit mehr als nur das ETL-Zeichen auf dem Gehäuse: Die Zertifizierung steht seiner Einschätzung nach für ein durchgängig höheres Niveau bei Konstruktion, Komponentenqualität und der Einhaltung nordamerikanischer Sicherheitsvorschriften – und sie gibt Betrieben die Gewissheit, dass ihre Ranger-Geräte auf einem Niveau gefertigt sind, das man Kunden guten Gewissens zeigen kann.
Was davon bei dir im Alltag ankommt
Du als Autofahrer bekommst von einer solchen Zertifizierung natürlich nichts direkt zu sehen – und genau das ist auch der tiefere Sinn der Übung. Geprüfte, sauber gewartete Geräte arbeiten still im Hintergrund, damit der Reifenwechsel oder das Auswuchten reibungslos über die Bühne geht, ohne dass deine Felge unfreiwillig Kratzer abbekommt oder der Reifenwulst über die Kante rutscht. Wenn deine Werkstatt mit Maschinen arbeitet, die nach anerkannten Normen geprüft sind, senkt das ganz konkret das Risiko, dass beim Routine-Service ausgerechnet am teuren Rad ein unschönes Malheur passiert.
Gleichzeitig reiht sich die Meldung ein in einen größeren Trend, den auch das Schwesterportal AftermarketNews in seiner Berichterstattung zur Zukunft des Ersatzteil- und Servicemarktes aufgreift: Neue Technologien verändern, welche Geräte und Verfahren in den Werkstätten Einzug halten – und damit am Ende auch, welche Qualität du als Kunde beim nächsten Besuch erwarten darfst. Beim nächsten Werkstatttermin also ruhig einmal beiläufig fragen, mit welchen Geräten am Rad gearbeitet wird. Eine Werkstatt, die hier gern und offen Auskunft gibt, zeigt dir damit fast nebenbei, dass sie das Thema Sicherheit nicht nur auf dem Papier ernst nimmt.