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TÜV-Report 2026: Welche Fahrzeugmodelle bei der Hauptuntersuchung regelmäßig scheitern

Laut AUTO BILD stehen Fahrwerk, Bremsen und Beleuchtung ganz oben auf der Mängelliste – quer durch alle Altersklassen.

TÜV-Report 2026: Welche Fahrzeugmodelle bei der Hauptuntersuchung regelmäßig scheitern

Der neue TÜV-Report 2026 ist da, und wie üblich zeigt er schonungslos, wo die Hersteller den Rotstift angesetzt haben. Laut AUTO BILD stehen Fahrwerk, Bremsen und Beleuchtung ganz oben auf der Mängelliste – quer durch alle Altersklassen. Für Gebrauchtwagenkäufer ist diese Statistik der blanke Hohn, denn genau diese Bauteile werden im Werbeprospekt noch als "langlebig" und "wartungsfrei" angepriesen.

Wo gespart wurde, fällt auf

Drei Bauteilgruppen, drei Dauerbrenner. Das ist kein Zufall, das ist Kalkül. Fahrwerkskomponenten wie Querlenker, Stabilisatoren und Federn lassen sich mit etwas billigerem Stahl und einer Sollbruchstelle in der Buchse günstig produzieren – die Gewinnmarge stimmt, der Kunde merkt es erst beim dritten Satz Reifen. Bremsen? Rostende Sättel, festgehende Führungen und abgenutzte Beläge sind seit Jahren die Klassiker unter den HU-Mängeln. Und die Beleuchtung? Hier wird munter an Kunststoffqualität und Dichtungen gespart, bis die ersten Kondenswasser-Tropfen im Scheinwerfer den Prüfer zum Kopfschütteln bringen.

Wer jetzt denkt, das betrifft nur alte Autos, irrt. Der Report zieht Bilanz über mehrere Altersklassen – die Schwachstellen wandern mit dem Modellalter, verschwinden aber selten ganz. Manche Hersteller schaffen es immerhin, die Liste zu erklimmen, ohne dass man ihren Namen in der Werbung jemals mit "Premium" in Verbindung bringen würde.

Was Käufer vor der HU prüfen sollten

Wer einen Gebrauchtwagen ins Auge fasst, sollte die TÜV-Statistik als Checkliste verstehen. AUTO BILD nennt die typischen Schwachstellen – also genau hinschauen, bevor der Vorbesitzer die Mängel noch schnell selbst behebt (oder beheben lässt). Konkret heißt das:

  • Fahrwerk auf Klopfen, Spiel und ungleichmäßigen Reifenverschleiß prüfen
  • Bremssättel auf Gängigkeit kontrollieren, Bremsscheiben auf Riefen und Rostkante checken
  • Beleuchtung auf Kondenswasser, trübe Streuscheiben und funktionierende Leuchtweitenregulierung untersuchen
  • Bei Autos ab fünf Jahren gezielt nach Verschleißteilen fragen und deren Zustand dokumentieren

Wer sich diese Arbeit spart, zahlt sie später in der Werkstatt – oder beim nächsten TÜV-Termin mit einer Plakette, die es nicht gibt.

Fragen kostet nichts, außer die Überheblichkeit

Wer beim Gebrauchtwagenkauf nicht auf Werbeversprechen hereinfallen will, bekommt bald Gelegenheit, direkt nachzuhaken. Wie heise online ankündigt, beantwortet ein Live-Expertentalk am 16. September 2026 ab 17 Uhr Fragen rund um den risikofreien Kauf gebrauchter Autos. Wer dort mit den typischen Schwachstellen aus dem TÜV-Report im Hinterkopf auftaucht, erspart sich die Lernkurve am eigenen Geldbeutel.

Denn am Ende bleibt die bittere Erkenntnis: Die Mängel-Riesen im TÜV-Report sind kein Betriebsunfall der Branche, sondern das Ergebnis eines permanenten Optimierungsdrucks, der immer auf Kosten derer geht, die das Auto am Ende bezahlen und warten müssen.

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