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Rückruf bei Land Rover: Defekte Anhängerkupplung an Range Rover und Discovery

000 Fahrzeuge der Baureihen Range Rover Sport und Discovery stehen nach Angaben von Autoflotte weltweit in der Werkstatt.

Rückruf bei Land Rover: Defekte Anhängerkupplung an Range Rover und Discovery

600.000 Fahrzeuge der Baureihen Range Rover Sport und Discovery stehen nach Angaben von Autoflotte weltweit in der Werkstatt. Grund ist ein mechanischer Defekt am Nachstellmechanismus der abnehmbaren Anhängerkupplung. Wer regelmäßig mit Anhänger, Fahrradträger oder Stützlast fährt, sollte den Rückruftermin priorisieren.

Fehlerbild: Was am Nachstellmechanismus versagt

Die abnehmbare Anhängerkupplung fixiert ihren Kugelkopf formschlüssig in einem Aufnahmetopf. Den nötigen Anpressdruck erzeugt ein Nachstellmechanismus, der konstruktiv Verschleiß und Temperaturausdehnung ausgleicht. Genau diese Baugruppe zeigt laut Autoflotte ein messbares Fehlverhalten: Die Kupplungskugel kann sich während der Fahrt lösen. Das Ergebnis ist binär – entweder hält die Kupplung oder sie gibt im Fahrbetrieb nach. Dazwischen existiert keine sichere Zwischenstufe.

Risikotreiber sind Vibration, Streckenlast und Verschmutzung im Bereich der Aufnahme. Wann der Mechanismus nachgibt, ist nicht vorhersagbar. Eine einmalige Funktionsprüfung reicht daher nicht aus, um die Funktion dauerhaft zu bestätigen.

Werkstattmaßnahme und Halter-Checkliste

Die Lösung in der Vertragswerkstatt ist rein mechanisch: Ein zusätzlicher Haltebügel wird nachgerüstet. Diese Klammer wirkt als sekundäre Sicherung und blockiert physisch das Lösen der Kupplungskugel im Fahrbetrieb. Der Eingriff ist definiert: Demontage der Kupplungseinheit, Anbau des Bügels, Funktionsprüfung. Ein Diagnosegerät ist nicht zwingend nötig, die Montage erfolgt nach vorgegebener Spezifikation.

Für betroffene Halter ergibt sich eine knappe Diagnose-Checkliste:

  • Betroffen sind Range Rover Sport und Discovery mit abnehmbarer Anhängerkupplung
  • Identifikation über die Fahrgestellnummer (VIN) beim Vertragshändler oder über die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes
  • Bei aktiver Zugfunktion: Anhängerbetrieb bis zum Werkstatttermin einstellen
  • Nach erfolgtem Umbau: Haltebügel und Kupplungsmechanismus regelmäßig auf Verschleiß und festen Sitz prüfen

Kontext und Fazit

Die Land-Rover-Aktion steht nicht allein. Parallel meldet Autohaus einen Rückruf von über 23.000 Mercedes GLE weltweit, weil eine Kraftstoffleitung an einem fehlerhaft montierten Abschirmblech durchscheuern kann; das KBA überwacht die Maßnahme. Ford ruft nach Informationen von Pickup Truck + SUV Talk über 10.000 Fahrzeuge mit 2,3-Liter-Motor zurück – betroffen sind unter anderem Explorer, Mustang, Bronco und Ranger, weil fehlerhaft gefertigte Kolbenböden zu Rissen, Motorschäden und vollständigem Antriebsverlust führen können.

Drei Bauteile, drei Risiken, eine gemeinsame Linie: Rückrufmeldungen ernst nehmen und VIN-Abfrage zeitnah durchführen.

Lösbarkeit des Land-Rover-Defekts: ja. Verzicht auf den Werkstattbesuch: nein.

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