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Getriebeprobleme beim Toyota Tacoma 2024: Was Käufer über die neue Achtgang-Automatik wissen müssen

Toyota hat laut AOL das Technische Service-Bulletin T-SB-0076-24 veröffentlicht.

Getriebeprobleme beim Toyota Tacoma 2024: Was Käufer über die neue Achtgang-Automatik wissen müssen

Nach Angaben von AOL.com sorgen bei ausgewählten Toyota Tacoma des Modelljahrs 2024 offenbar Getriebeprobleme für mehr als nur unsauberes Schalten. Betroffen ist dem Bericht zufolge ein begrenzter VIN-Bereich früher Fahrzeuge; in einzelnen Fällen soll das Achtgang-Automatikgetriebe bereits vor dem ersten Ölwechsel ausgefallen sein. Für Käufer ist das relevant, weil der Tacoma bislang gerade mit einem robusten Antriebsstrang als praktischem Gegenentwurf zum üblichen Rotstift-Engineering galt.

Wenn der robuste Ruf plötzlich ins Rutschen kommt

Die dritte Tacoma-Generation wurde von 2016 bis 2023 gebaut und galt laut dem Bericht als ausgesprochen bewährtes Arbeitstier. Bei normaler Wartung seien Laufleistungen von rund 250.000 Meilen ohne größere Dramen bei der Vorgängergeneration keine ungewöhnliche Vorstellung gewesen. Mit dem Modelljahr 2024 wechselte Toyota jedoch auf eine vollständig neu entwickelte Antriebstechnik.

Zum Einsatz kommen ein 2,4-Liter-Turbobenziner der Baureihe T24A-FTS und eine Achtgang-Automatik. Genau in diesem Getriebe scheint der Ärger zu sitzen. Toyota hat laut AOL das Technische Service-Bulletin T-SB-0076-24 veröffentlicht. Es erlaubt Vertragswerkstätten, bei bestimmten 2024er Tacoma die komplette Achtgang-Automatik samt Drehmomentwandler zu ersetzen, wenn unregelmäßige Schaltvorgänge auftreten und bestimmte Fehlercodes gespeichert sind.

Genannt werden die Codes P07407F, P079571, P08BA71, P271371, P280771 und P281671. Für Fahrer klingt das nach einer schlecht gelaunten Büroklammer aus der Diagnoseabteilung. Inhaltlich weisen die Meldungen dem Bericht zufolge ungefähr auf festsitzende Druckregelmagnete hin. Diese Magnetventile steuern den Hydraulikdruck und damit unter anderem die Schaltvorgänge sowie die Überbrückungskupplung des Drehmomentwandlers.

Metall im Öl und eine mögliche Sollbruchstelle

Besonders unangenehm ist nicht allein der Fehlercode, sondern die mögliche Ursache. Der Bericht verweist darauf, dass sich die betreffenden Magnetventile bei fabrikneuen Getrieben nicht einfach durch normalen Verschleiß festsetzen sollten. Als mögliche Erklärung werden Fremdpartikel im Getriebeöl genannt. Toyota-Techniker sollen deshalb auch die Ölwanne auf metallische und magnetische Ablagerungen prüfen.

Das ist der Punkt, an dem der Werbespruch vom unverwüstlichen Truck mit der Realität einer komplexen Automatik kollidiert. Ein Getriebe, das wegen Partikeln im Hydraulikkreislauf seine Druckregelung verliert, braucht keine dramatische Laufleistung, um teuer zu werden. Die technische Raffinesse erhöht dann nicht die Robustheit, sondern lediglich die Zahl der Bauteile, die für eine Reparatur auf der Rechnung stehen.

Zusätzlich wird in einer weiteren Tacoma-Mitteilung offenbar auf einen möglichen zu niedrigen Befüllstand des Getriebeöls bei einigen 2024er Fahrzeugen hingewiesen. Die Abweichung soll dem Bericht zufolge 200 bis 400 Milliliter betragen. Das entspricht ungefähr 6,8 bis 13,5 US-Flüssigunzen und hinterlässt im Getriebe einen luftgefüllten Bereich, wo eigentlich Öl arbeiten sollte. Ob dieser Umstand in den jeweiligen Fällen tatsächlich ursächlich ist, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht ableiten. Als Prüfpunkte für eine Werkstatt ist er dennoch zu relevant, um ihn zu ignorieren.

Was Käufer und Besitzer jetzt prüfen sollten

Der Bericht stellt ausdrücklich nicht alle Tacoma als betroffen dar. Die Problemlage scheint auf eine begrenzte Zahl früher Fahrzeuge mit passendem VIN-Bereich beschränkt zu sein. Wer einen Tacoma des Modelljahrs 2024 kaufen oder bereits besitzen will, sollte deshalb nicht beim allgemeinen Modellruf stehen bleiben, sondern die konkrete Fahrzeughistorie prüfen lassen.

Wichtig sind dabei Hinweise auf unregelmäßige Schaltvorgänge, gespeicherte Fehlercodes und dokumentierte Arbeiten am Getriebe. Ebenso sollte eine Werkstatt klären, ob die technische Information T-SB-0076-24 auf das Fahrzeug zutrifft und ob Ölwanne, Magnetventile sowie der Befüllstand bereits kontrolliert wurden. Eine Probefahrt, bei der die Automatik nur kalt unauffällig arbeitet, ersetzt diese Prüfung nicht.

Der Tacoma ist damit nicht automatisch ein Fehlkauf. Aber sein alter Ruf als nahezu unzerstörbares Arbeitstier ist kein Freibrief für frühe Fahrzeuge der neuen Generation. Wenn ein Hersteller einen kompletten Getriebetausch samt Drehmomentwandler vorsehen muss, geht es nicht mehr um bloße Charaktereigenschaften beim Schalten. Dann hat der Rotstift an einer Stelle gewonnen, an der der Kunde eigentlich mechanische Gelassenheit bezahlt.

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